| Der Arbeitskreis Was ist Psychosomatische Medizin Qualitätssicherung Publikationen Links Kursprogramm Terminübersicht |
Was ist Psychosomatische Medizin„Psychosomatische Medizin ist Medizin für neugierige Ärzte, die nicht mit Teildiagnosen zufrieden sind, sondern wissen, dass eine rationale Therapie Gesamtdiagnosen erfordert, aus denen hervorgeht, was und mit welchem Gewicht somatische, psychische und soziale Faktoren zu den Krankheitsbildern des Patienten beitragen“ Was ist psychosomatische Grundversorgung?Seit ihrer Einführung als Kassenleistung im Jahre 1987 erfährt die Psychosomatische Grundversorgung eine zunehmende Verbreitung. Im Spannungsfeld zwischen Biomedizin und Psychotherapie hat sie sich als eigenständiges Versorgungsfeld etabliert und bietet für die Betreuung von psychischen und psychosomatischen Problemen und Störungen viele Vorteile: - Die körperliche Untersuchung ist in die Sprechstunde integriert. Ausgehend von den körperlichen Beschwerden des Patienten ist ein Zugang zu den seelischen Belastungen leichter möglich. - Dadurch kommen körperliche und seelische Probleme gleichermaßen zur Sprache und können simultan erkannt und behandelt werden. - Gespräche über innerseelische und zwischenmenschliche Konflikte in der Praxis des Hausarztes werden nicht als Stigmatisierung, wie z.B. die Überweisung zum Psychiater oder Psychotherapeuten, erlebt. - Meist besteht eine langjährige vertrauensvolle Beziehung, die nach den Ergebnissen der Psychotherapieforschung ein wichtiger Wirkfaktor ist. - Familiäre Probleme und frühere Krisensituationen sind dem Arzt durch die Mitbehandlung von Familienangehörigen und von Hausbesuchen bekannt. Bei Auftreten neuer Konflikte kann so eine Abschätzung des Schweregrades, eine diagnostische Zuordnung und eine gezielte therapeutische Intervention erfolgen. Ziele der psychosomatischen Grundversorgung- Erkennen psychischer, familiärer und sozialer Belastungen, erweitertes ärztliches Gespräch, psychosoziale Anamnese einschließlich differentialdiagnostischer Behandlungsplanung. - Förderung einer vertrauensvollen Arzt-Patient-Beziehung, Erkennen von störenden Einflüssen bei Arzt und Patient, Empathie und Sensitivität für seelische Konflikte. - Begleitung und Unterstützung des Patienten bei der Problemklärung und Problemlösung, Hilfe zur Selbsthilfe, Hilfe bei der Überwindung von Lebenskrisen (z.B. schwere Krankheit, Verlust, Trennung), Vermeidung unnötiger Medikamenteneinnahme, diagnostischer oder operativer Eingriffe. - Wo erforderlich, Vorbereitung und Einleitung einer Fachpsychotherapie. Dazu ist die Zusammenarbeit mit Psychotherapeuten und Psychosozialen Diensten (z.B. Beratungsstellen) in Form von Konsultationen und Fallbesprechungen notwendig. |
|